Familientherapie, Elterncoaching, Erziehungsberatung

Fachartikel von Robert Riedl

Die berühmte Familientherapeutin Virginia Satir beschrieb drei Säulen, die Familien und Partnerschaften stützen:

  1. welche Regeln für das Miteinander gelten - ausgesprochen und unausgesprochen
  2. wie miteinander kommuniziert wird - auch mittels Körpersprache
  3. ob einander Wertschätzung entgegengebracht wird: d. h. wie sehr man sich respektiert und die Bedürfnisse des anderen achtet

Bei Familienproblemen, Beziehungskrisen oder Schwierigkeiten mit den Kindern ist zumeist eine oder mehrere dieser Stützen beschädigt. Paartherapie oder Familientherapie werden dann sinnvoll, wenn das Miteinander mehr und mehr als Belastung erlebt wird. Etwa können sich Eltern in der Kindererziehung dauerhaft überfordert fühlen, obwohl sie versuchen ihre Kinder bestmöglich zu unterstützen. Das Kind reagiert womöglich vermehrt aggressiv, ist trotzig und traurig oder zieht sich zurück. Oder es hat Schwierigkeiten mit Gleichaltrigen in Kontakt zu kommen. Manchmal bekommen Kinder und Jugendliche psychosomatische Beschwerden, entwickeln Ängste oder zeigen kleinkindliches Verhalten und soziale Auffälligkeiten.

Auch Schulangst bis zu Schulverweigerung oder Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten können Ausdruck von ungelösten Konflikten der Eltern sein - oder aber von psychischen Problemen. Die häufigste psychiatrische Diagnose bei Kindern und Jugendlichen ist ADHS (die sogenannte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) und ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung): besser bekannt unter den Alltagsbegriffen "Zappelphilipp" und "Traumsuse". Etwa fünf Prozent aller unter 18-Jährigen sollen darunter leiden. Auch hier ist Familientherapie hilfreich, um den Leidensdruck für Betroffene und Angehörige zu lindern und das zumeist schon problematische Miteinander gemeinsam ändern zu können.


Anmerkung: Als Systemischer Familientherapeut lege ich den Schwerpunk insbesondere auf Interaktionen zwischen Mitgliedern der Familie und deren sozialer Umwelt. Zudem bin ich als Familien-, Eltern- und Erziehungsberater gemäß § 107 Abs. 3 Z 1 AußStrG anerkannt.


 
 
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